Meine Gruselkabinett- Spätfolgen

Hier nun die Handikaps, die mich in meinem Alltag begleiten und immer wieder verhindern, dass ich mich 'wohlfühlgesund' fühlen kann.

 

Nachdem Ihr nun im Bilde seid, dass ich mit Krebs, Arthrose & Schilddrüsenproblemen zu tun habe, will ich Euch heute von den Spätfol-

gen erzählen, mit denen ich mich bis zum heuti-

gen Tag herumschlage.

 

Das lange Liegen im Krankenhaus hat meine Beinmuskeln merklich schrumpfen lassen. Ich hätte vorher nie für möglich gehalten, wie schnell das gehen kann. Im Krankenhaus musste ich mit Hilfe einer Physiotherapeutin wieder Treppensteigen lernen.  Mangels Mus-

kelmasse verstärkte sich meine Beinfehlstllung, sodass ich heute massive X-Beine habe. Das war für meine Arthrose-strapazierten Kniege-

lenke wiederum alles andere als förderlich. Die Schmerzen sind daher heute viel stärker geworden.

 

Krebs mit neun Kapitel Chemotherapien haben genau neunmal mein Immunsystem generalzerstört. Bis heute ist mein Immunsys-

tem immer noch kein verlässlicher Partner, wenn es um die Abwehr von Krankheitserre-

gern geht. Als "Krönung" habe ich von jedem Krankheitserreger, der sich bei mir einnis-

tet,mindestens dreimal so lange was wie Normalsterbliche.

 

Meine Schilddrüse hat, aus nicht nachvollzieh-

baren Gründen beschlossen, eine Überfunktion einzuläuten, was aus Medizinersicht nicht ein-

dämmbar war. Daher war eine Operation un-

ausweichlich. Leider funktionieren seitdem die Nebenschilddrüsen nicht mehr. Diese sind aber im Körper für die Resoption von Calcium ver-

antwortlich. Die Folge, ich muss täglich Un-

mengen von Calcium  schlucken. Über die Folgen dieser Schluck-Einheiten werde ich Euch bei Gelegenheit noch mehr berichten.

Etwas diffuse und schwer erklärbare Prob-

leme hatte ich seit der Krebserkrankung mit Muskelkrämpfen in den Beinen. Lange konnte ich diese nicht einordnen, und ging auf Anraten einer Bekannten schließlich zu einer Osteopa-

thin. Diese fand heraus, dass diese Krämpfe auch eine Spätfolge der Krebserkrankung sind. Im Krankenhaus hatte man damals eine Punk-

tion am Bauch vorgenommen, um die großen Mengen von Lymphflüssigkeit auszuleiten, die der Hodgkin-Tumor gebildet hatte. Es war nur auffällig, dass die Punktionsnarbe monatelang nicht zuheilte und täglich verbunden werden musste. Was war passiert? Bei der Punktion war der Darm verletzt worden. Es kam zu ungewöhnlichen Darmverschlingungen, die in der Folge die Arterien und Venen in Richtung Bein abklemmten. Die Folge waren die Krämpfe.

 

Der Ausbruch des Herpes-Virus in meinem Ohr und im Gesicht hatte zur Folge, dass einer der wichtigsten Gesichtsnerven betroffen wur-

de. Die Folge waren und sind Taubheitsgefühle in einer Gesichtshälfte, an die ich mich inzwi-

schen fast schon gewöhnt habe. Fatal ist nur, dass dieser Herpes-Virus immer dann wieder auf dem Vormarsch ist, wenn ich angeschlagen bin, also erkältet oder anderweitig körperlich geschwächt . Leider hat durch den Herpes-Vi-

rus meine Kälteempfindlichkeit sehr zugenom-

men, sodass ich meinen Kopf auch dann noch schützen muss, wenn Andere längst ohne Mütze oder Stirnband auskommen.

 

Und nicht zuletzt meine spirreldünnen Haare, die sich seit den Chemotherapien nie wieder in die ursprüngliche Struktur zurück entwickelt haben, machen mir zu schaffen.

Welche Gedanken und Ideen mich in-

zwischen beschäftigen, um mein ehrgeizi-

ges Ziel zu erreichen, verrate ich Euch als Nächstes! Es ist spannend...