Die Sache mit den "Pillen"

Im Innersten meines Herzens bin ich kein Verfechter von Pillen. Aber die medizinischen Zwänge lassen mir keine Wahl.

 

Ich würde es als "höhere Gewalt" bezeichnen, dass ich aufgrund meiner arbeitsunwilligen Nebenschilddrüsen hochkonzentriertes Calcium in Tablettenform mehrmals täglich zu mir nehmen muss.

 

Da Calcium aber bekanntermaßen seinen Gegenspieler Magnesium aus dem Körper verdrängt, liegt mein Magnesiummangel sozusagen auf der Hand. Es wäre naiv, zu glauben, man könnte gegen hochdosierte Calciumgaben mit reiner Magnesiumreicher Ernährung ankommen. Also bleibt nichts anderes übrig, als auch Magnesium hochdosiert zu sich zu nehmen.

 

Mein Zinkmangel ist ebenfalls massiv und hat sich offenbar seit den Chemotherapien nie wieder erholt, obwohl ich nicht wirklich  ungesund gelebt habe. Schweren  Herzens gehe ich also auch in Bezug auf Zink den Weg über Tabletten.

 

Ich habe über meine Mineralstoffmängel natürlich auch mit meinem Arzt gesprochen. Dieser allerdings hat die Ergebnisse meiner Haarmineralanalyse kaum eines Blickes gewürdigt sondern sofort die allseits beliebte Blutananlyse ins Spiel gebracht.

 

Bezüglich der Tabletten verwies er mich auf die Apotheke. Ich sollte mir dort kaufen, was ich brauche. Auch hier sieht der medizinische Maßnahmenkatalog keine weitere Unterstützung vor.

 

Was wollte ich auch erwarten!

 

Also machte ich mich selbst auf die Suche nach geeigneten Präparaten. Im Internet wurde ich von zahllosen Produkten fast erschlagen. Ich war völlig verwirrt und fing an, erst einmal zu forschen, welche Konzentrationen empfohlen werden. Dann versuchte ich heraus zu finden, welche Produkte die beste 'Bioverfügbarkeit' haben, das heißt: gut vom Körper aus der Nahrung aufnehmbar. Es kommt unter anderem darauf an, an welches Komplexmolekül der Mineralstoff gebunden ist. All das wird einem im Internet nicht einmal bei allen Angeboten beschrieben.

 

Ein wahres Labyrinth an Informationen musste ich bewältigen, bis ich endlich das Passende für mich gefunden hatte.

 

Meine Entscheidung fiel auf:

Magnesiumoxid 400mg, 1x täglich vor dem Schlafengehen, mind. 2 Stunden nach der letzten Calciumtablette

Chelatiertes Zink, 1x täglich nach dem Mittagessen.

 

Meine Empfehlung:

Kauft nicht das erste beste Präparat, sondern schaut  nach Bioverfügbarkeit und Konzentration . Oft gibt es "irgendwelche Pillen" günstiger. Aber was nützt Euch das, wenn sie dann nicht wirken, weil sie zu schwach dosiert sind und/oder am falschen Komplexbildner gekoppelt sind?

Und dank Internet lässt sich heute alles herausfinden, auch wenn es etwas mühsam ist!

 

Wichtige Suchbegriffe:

Konzentration, Bioverfügbarkeit

Soweit zum Thema: Stoffwechsel und Pillen.

Das ist aber nur ein Teil des "Gipfels  meines Eisberges", wie man so schön sagt. Was noch so alles auf mich zukommt, erzähle ich Euch beim nächsten Mal!