Endlich: die Wildkräutersaison hat begonnen!

Schon seit einigen Tagen habe ich sie im Garten entdeckt: Giersch, Löwenzahn & Knoblauchsrauke zeigen ihre grünen Blätter!

Ich kann endlich wieder nach Herzenslust ernten und "wildkräuterisch" kochen!

 

Des Gärtner's Frust, der Wildkraut-Küche's Lust!

So oder so ähnlich könnte man es nennen, wenn die Einen, die einen "sauberen Garten" haben wollen, die Nase rümpfen über die verteufelten "Unkräuter", und die Verfechter der naturnahen Gärten die Wildpflanzen mit ihre große Heilwirkung sehnsüchtig erwarten! Ich habe mich, wie Ihr Euch denken könnt, dazu entschlossen, diesee (von Menschen erdachte) Unwort "Unkraut" aus meinem Vokabular zu streichen.

 

Sammeln:

Ich habe mir für dieses Frühjahr fest vorgenommen, nicht nur mit den Wildkräutern zu kochen, sondern auch Vorräte zu sammeln für Salate und Tees im Winter!

Beim Sammeln gilt jedoch immer: nur sammeln, was ich wirklich kenne und von Stellen, die nicht vom Landwirt gesprüht wurden oder als Hundeklo am Wegesrand dienen! Das Gesammelte, immer trockene Kraut  in kleinen Sträußen zusammen gebunden.trocknen und in garantiert trockenen, vor Licht geschützten Gefäßen aufzubewahren.

 

Giersch (Aegopodium podagraria)

 

Eine der meistverachteten Pflanzen der Kulturgärtner, weil sie sich rasant in jedem Garten ausbreitet. Vernachlässigt wird dabei aber oft, dass Giersch bei vielen Stoffwechselstörungen hilft, z.B. bei Gicht, Rheuma und Arthrose. Gesammelt werden die Blätter von März bis Mai, mit mehr Bitterstoffen auch noch danach.

Für mich also auf jeden Fall eine Bereicherung und in nächster Zeit ganz bestimmt täglicher Bestandteil meiner neuen Ernährung!

Löwenzahn (Taraxacum officinale)


Als Pusteblume der Traum aller Kinderherzen, bei Gärtnern allerdings wegen ihrer hartnäckigen tiefen Wurzeln reichlich unbeliebt. Dabei hilft Löwenzahn bei gestautem Stoffwechsel, da er entwässernd wirkt. Außerdem hat er blutreinigende und blutdrucksenkende Wirkung.

Gesammelt werden Blätter und Blüten von März bis April.

 

Knoblauchsrauke (Alliaria pretiolata)

 

Nicht nur hüsch anzusehen mit ihren hübschen Blättern und Blüten, sondern auch wunderbar nach Knoblauch schmeckend,ohne eine unangenehme "Knoblauchfahne" zu hinterlassen. Sie wirkt außerdem antiseptisch und leicht harntreibend.

Gesammelt werden Blätter und Blüten von März bis Juli.

Vielseitig einsetzbar in Salaten, Kräuterquark, Smoothies und v.a.m.

 

Welch eine Freude, endlich wieder direkt aus dem Naturgarten für den Tisch ernten zu können!

Demnächst noch weitere Informationen über Wildgemüse und ihre hervorragenden Heilwirkungen!