Giersch genießen!

Giersch ist mittlerweile mein liebstes Wildkraut - und das nicht nur, weil es gut gegen Arthroseschmerzen hilft, sondern auch weil es so vielseitig einsetzbar ist. Heute bin ich sehr froh, dass es in unserem Naturgarten vorkommt und uns tolle Dienste erweist. Und alle Kulturgärtner, die entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, lasse ich einfach reden!

 


Ich gebe zu, dass Giersch dazu neigt, sich im Garten schnell auszubreiten. Man kann mit viel Einsatz und harter Arbeit versuchen, den Giersch aus dem Garten zu vertreiben. Die Erfahrungswerte zeigen aber, dass dies in vielen Fällen nicht gelingt. Man kann sich den Giersch aber auch zunutze machen, als Wildgemüse und -kraut, das in den Klöstern schon vor Jahrhunderten bekannt und beliebt als eines der ersten Wildgemüsesorten, die vielfältig genutzt wurden.

 

Ich halte es mit den Klosterbewohnern aus damaliger Zeit und nutze die Pflanze mit wachsender Begeisterung. So profitiere ich vom Reichtum unseres Naturgartens und ernte den Giersch. Allerdings tue ich das nur bis in den Mai. Danach entwickelt die Pflanze intensive Bitterstoffe, die mir zu heftig sind. Deshalb ernte ich jetzt so viel wie möglich, um den Rest des Jahres einen Vorrat an Giersch zu haben.

 

Hat man nicht wie ich das Glück, dass man Giersch im eigenen Garten hat, sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass an den Sammelorten nicht der Hunde- und Katzenweg entlang geht. Sonst läuft man Gefahr, dass das Wildkraut im Bereich von Hunde- oder Katzenklos wächst. Auch die direkten Feldränder sollte man meiden, um nicht Pestizide und Fungizide von den Äckern mit zu "ernten"!

 

Heute war bei mir hier ein richtig guter "Giersch-Tag". Heute Vormittag gab es einen grünen Giersch-Smoothie und heute Mittag einen Snack aus gebratenen Selleriescheiben und gebratenen Giersch-Blättern. Heute Abend habe ich noch einen Korb Gierschblätter zum Trocknen gepflückt.