Wildkräuter-Konservierung

Wer das ganze Jahr über Wildkräuter zur Verfügung haben möchte, muss JETZT vorsorgen.

Das ist aber kein Hexenwerk, sondern macht "Jägern und Sammlern" wie mir einen Riesenspaß!

 

Wildkräuter trocknen

 

Um Kräuter trocknen zu können, müssen alle geernteten Pflanzenteile trocken sein, da sonst Schimmel entstehen kann.Ideale Erntezeit ist bei trockenem Wetter am späten Vormittag nach dem Abtrocknen von Tau. In fast allen Fällen empfiehlt es sich, die Kräuter noch vor der Blüte zu sammeln, da dann noch die meiste Kraft in den Blättern und nicht in den Blüten steckt.

 

Die meisten Kräuter lassen sich ganz einfach trocknen, indem man kleine Sträuße bindet und diese an einem trockenen, nicht zu hellen Ort trocknet. Man kann einzelne Blätter ohne Stengel aber auch locker in einen Korb gestreut trocknen. Allerdings empfiehlt sich dabei, die Blätter ab und zu neu aufzuschütteln, um ein gleichmäßiges Trocknen zu erreichen.

 

Nach dem Trocknen können die Kräuter entweder "pur" oder als "Fertigmischungen" in Gläsern oder Dosen aufgewahrt werden. Beliebt sind hier Gewürz- oder Teemischungen.

Wildkräuter einfrieren

 

Wem das Trocknen zu mühsam ist, oder wer keinen Platz in den eigenen vier Wänden hat, der kann frisch geerntete Wildkräuter auch einfrieren.

 

Je nach Geschmack werden hierzu entweder ganze Blätter (Giersch) oder ganze Triebe (Waldmeister) eingefroren.  Alternativ können die Kräuter zuerst gehackt und dann in Tiefkühlbehältern eingefroren werden. Jahrzehntelang bin ich davon ausgegangen, dass Einfrieren nur in Kunststoffbehältern funktioniert. Aber inzwischen weiß ich, dass man auch in Gläsern mit Schraubverschluss einfrieren kann. Bei gehackten Kräutern muss man diesbezüglich auch keine Bedenken haben, dass die Gläser platzen, da ja keine Flüssigkeit im Spiel ist.

 

Auch beim Thema Einfrieren sind der Phantasie natürlich keinerlei Grenzen gesetzt. Die Puristen werden sicherlich alles einzeln einfrieren. Manch anderer zerkleinert aber vielleicht gleich eine passende Mischung als Salatkräuter.

Wildkräuter frisch verarbeiten

 

Es geht nichts über den Duft frisch verarbeiteten Wildkrautes. Pesto ist eine der Möglichkeiten, die frischen Wildkräuter auf phantastische Art und Weise für später aufzubewahren.

 

Bärlauchpesto isr die wohl bekannteste Spezialität aus der mediterranen Küche. Man kann aber auch aus vielen anderen Wildkräutern Pesto herstellen. Auch hier sind persönlichen Vorlieben und Geschmäckern keine Grenzen gesetzt!

 

In Jahren, in denen ich die Bärlauchernte vor der Blüte verpasst habe, wurde eben ein sehr leckeren Pesto aus Knoblauchsrauke gefertigt. Man muss nur Phantasie und den Mut zu Neuem haben, dann entstehen wahre Köstlichkeiten!