Mein Knie: endlich hab ich eine Entscheidung getroffen!

Nachdem sich die Fehlstellung meines Knies immer mehr verschlimmert hat,

habe ich noch einmal Expertenmeinungen eingeholt.

Das Echo war aber überall das Gleiche: die Zeichen stehen auf OP.

 

 

Meine Fehlstellung des rechten Beines hat sich immer mehr verschlimmert. Inzwischen berührt mein Knie das andere beim ganz normalen Stehen. Die X-Beine sind kaum mehr zu übertreffen. Und leider hat sich damit auch mein ganz normales Gehvermögen weiter reduziert. Bin ich im letzten Jahr noch bis zu zweieinhalb Stunden am Stück gegangen, so reicht mittlerweile schon eine gute halbe Stunde, bis ich Probleme bekomme.

Das bedeutet für mich mittlerweile eine gehörige Portion an Einschränkung im täglichen Leben.

 

Also habe ich schweren Herzens einen Orthopäden aufgesucht. Mein erster Versuch war mal wieder ein völlig unsensibler jung-dynamischer, aber unverschämter 'Kotzbrocken in Weiß', bei dem ich postwendend die Flucht ergriffen habe.

 

Mein zweiter Versuch, der Tipp  eines Neurochirurgen war weitaus sympatischer und menschlicher, aber leider mit gleichem Ergebnis: hier hilft nur die OP.

 

Er wies mich auf meine derzeitige mangelnde Lebensqualität hin, womit er natürlich völlig recht hat.

 

Also habe ich mir schweren Herzens einen Termin in der Klinik geben lassen.

 

Mir ging natürlich die Aussage meiner Ärztin durch den Kopf, dass bei einer OP in meinem Fall der Oberschenkelknochen gebrochen werden muss, um die Fehlstellung auszugleichen.

 

Nächtelang habe ich schlecht geschlafen und immer wieder hin und her überlegt, ob ich das tatsächlich machen lassen soll.

 

Der Krankenhaustermin entpuppte sich aber als sehr positiv. Ein sehr netter Oberarzt empfing mich zum Gespräch. Es ist keinerlei Rede davon, den Oberschenkelknochen zu brechen, Ich bekomme ein künstliches Kniegelenk und die Fehlstellung wird durch den Sägewinkel des Knochens bei der Verankerung des neuen Kniegelenks reguliert.

 

Mir ist ein Riesenfelsbrocken von der Seele gefallen, das könnt Ihr mir glauben!

 

Jetzt frage ich mich natürlich, warum ich der Ärztin geglaubt habe und mich so lange vehement gegen die Operation gesträubt habe. Ich hätte mir sicher einiges erspart, wenn ich die Operation schon früher in die Wege geleitet hätte.

 

Ich glaube nicht mehr jedem Mediziner!