Ein Neustart mit einem ganzen Sack voll Hoffnungen!

Sonnige Winteraussichten nach einer gelungenen Knieoperation lassen mich wieder strahlen!

Mit einer neuen Knieprothese kann es jetzt  richtig losgehen!

 

 

Lang ist es her seit meinem letzten Blogartikel, ich weiß. Ich hatte keine Lust mehr, zu schreiben. Heute glaube ich, dass ich mich in einer faustdicken Depression befunden habe. Mein Knie war in den letzten Monaten trotz intensiver ständiger Bemühungen immer schmerzhafter geworden. Jeder noch so kleine Gang tat weh. Eigentlich hat mich nur noch die nahende Operation aufrecht erhalten. Bei aller Unsicherheit und Angst vor diesem Schritt spürte ich immer mehr, dass es unumgänglich wurde, das Risiko einer Operation einzugehen.

Trotzdem hatte ich natürlich im Vorfeld die eine oder andere schlaflose Nacht. Horrorszenarien schlichen sich ab und zu in meine Gedanken ein, die ich nur mühsam wieder vertreiben konnte.

 

Am 10. Januar war es dann soweit: die Operation stand an. Wie durch ein Wunder konnte ich bereits einen Tag später auf dem operierten Bein stehen, wenn auch natürlich noch unter Schmerzmitteln. Und seitdem ging es stetig bergauf. Zunächst noch an einem komfortablen "Mercedes-Gehwagen" mit Unterarmstützen und später an orthopädischen Gehhilfen stolzierte ich die Krankenhausgänge entlang und konnte mein Glück nicht fassen. Schmerzfreie Schritte verliehen mir im Geiste fast Flügel, wenn auch immer noch mit Unterstützung von Schmerzmitteln. Aber schließlich war auch ganz schön an meinen Knochen rumgesägt worden.

Jeden Tag ging es ein kleines bisschen besser und mein alter Optimismus stellte sich langsam wieder ein.

 

Dirkt im Anschuss an den 8-tägigen Krankenhausaufenthalt folgten dann drei Wochen Rehabilitation. Arzttermine, Ganganalyse, Physiotherapie, Fitnessstudio, Lymphdrainage, Endoprothesen-Training  und Treppentraining standen auf dem Plan. Und auch, wenn nicht alles in so einer Reha nur dem Gesundwerden dient, meinem Knie schien es gut zu tun. Und so ließ ich die eine oder andere Negativ-Wahrnehmung wie ein Zimmer in wenig heimeligem Eiche-dunkel-Furnier-Flair und die eine oder andere zickenalarm-geplagte Kantinenmitarbeiterin ruhig über mich ergehen.

Wichtiger ist, dass es meinem Knie schon jetzt, vier Wochen nach der OP wesentlich besser geht, als noch vor der OP - und das mittlerweile ganz ohne Schmerztablettten!