Schritt um Schritt mit neuem Knie

Mehr als sechs Wochen ist die Operation jetzt her und es geht aufwärts, inzwischen ohne Gehhilfen - zumindest "indoor"!

 

 

Wie ich ja schon öfter erwähnt habe, ist Geduld nicht meine allergrößte Stärke. Natürlich würde ich am allerliebsten schon wieder große Sprünge machen, obwohl mein Verstand mir immer wieder sagt, dass das gar nicht gehen kann. Trotzdem nagt eine gewisse Ungeduld an mir, die sich manchmal nur sehr mühsam zähmen lässt. Da müssen meine Familie und meine Physiotherapeutin dann ganze Arbeit leisten und mich auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Und ich mache fleißig Pläne für später - wenn mein Knie wieder voll einsatzfähig ist! Ich möchte wieder Radfahren, Wandern und Skifahren! Und das werde ich auch schaffen, ganz bestimmt!

 

Wie nicht anders zu erwarten war, stellte sich nach der Operation eine kleine Komplikation in Form einer Erkältung ein, die ich mir in der Reha eingefangen habe. Nun wäre das mit gesundem Immunsystem kein großes Drama, während ich mit meiner reichlich angegriffenen Immunabwehr seit mittlerweile vier Wochen ausgebremst werde. Ich huste, schnupfe und nieße - und ich schwitze jede Nacht wie verrückt. Das wäre aber noch nicht das Schlimmste: die Erkältung verhindert, dass ich mit dem Knietraining loslegen kann!

Also wird meine Geduld  nun noch auf eine zusätzliche Probe gestellt. Anschenend habe ich hier noch ein riesiges Lernfeld vor mir, wenn auch unfreiwillig!

 

Und dazu kommt dann noch dieses herrliche Winterwetter, nach dem ich mich sonst immer gesehnt hätte. Jetzt traue ich mich auf Schnee und Eis nicht aus dem Haus und ich muss gestehen, dass die Aufnahme der Schritte im Schnee schon ein bisschen älter ist. Die Gehhilfen wären bei diesen Verhältnissen wahrscheinlich ein Freifahrtschein in eine maßlose Schlitterpartie, denn die Gummistopfen rutschen in Windeseile schräg weg und ohne traue sie ich mich im Augenblick noch nicht.

Aber im Haus bewege ich mich von Tag zu Tag sicherer, das Wasser geht dank intensiver Lymphdrainage langsam aus dem Bein und es kann nur immer besser werden!